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„Wenn wir nächstes Jahr wieder kommen sollen, müsst ihr uns schnell buchen!“ mahnte einer der Musiker. „Wir sind heiß begehrt und haben viele Termine!“ lachte er.

Etwas Schöneres, als wieder mit den Musiker*innen zu feiern, könnten wir uns gar nicht vorstellen.

Nach alter Tradition, seit nun 33 Jahren, stellen wir im Kindergarten im Wonnemonat Mai unseren eigenen Maibaum auf. Der ist bunt bemalt und mit Bändern geschmückt. Natürlich erzählen wir unseren Kindern auch die Geschichten rund um das Brauchtum Maibaum. Früher, da stellten die jungen Männer ihrer Freundin – in der Nacht vor dem 1. Mai, ein solch kleines Birkenbäumchen vor die Tür. Aber weil da im Wald immer mehr Bäume abgesägt wurden, entwickelte sich der Brauch, nur noch einen Baum in die Dorfmitte zu stellen.

Auch unser Maibaum ziert nun einen Monat lang unseren Garten: „Der Garten sieht im Mai immer am Schönsten aus!“ bemerkte eines unsere Mädchen. Die bunten Bänder flattern immer so schön.

126 Kinder aus den Kindergarten und den Kleinkindgruppen versammelten sich am Feierplatz. Warteten gespannt darauf, dass das Fest nun endlich startet. Warteten gespannt auf die vielen angekündigten Überraschungen. Die erste Überraschung war weit über den Kindergartenzaun zu hören. Kaum erblickten die 10 Musiker*innen die Kinder, gab es kein Halten mehr.

„Die Polka ins Glück, der Böhmische Traum, die Kuschelpolka!“ die Blaskapelle spielte und spielte! „Den Sorgenbrecher, das Musikstück „In Harmonie vereint“

Zu Beginn klatschten die Kinder noch etwas verhalten dann jedoch wurde nach den Klängen der Blasmusik rund um den Maibaum getanzt.

10 Musiker*innen verschoben für die Kindergartenkinder die Mittagspause, unterbrachen den Schlaf nach dem Nachtdienst und kamen nach der Arbeit schnell vorbeigeflitzt um den Kindergartenkindern und dem Kiga Team eine Freude zu machen. Ehemalige Eltern, aktive Eltern, Großeltern und Freunde der Kinder fanden sich unter den musizierenden.

Nach gut einer 1/2 Stunde jedoch spielte die Blaskapelle zum Auszug. Na eher zum Umzug in ein anderes Gartenstück. Dort war alles gerichtet, für eine leckere Brotzeit, mit Bratwurst und Brötchen. Gemeinsam mit den Musiker*innen genossen die Kinder das Essen. „Das war fei ein schönes Fest!“ meinten die Kinder! „Und das Essen war voll lecker!“ Auch hier hatten wir tolle Unterstützung. Die Firma Firsching übernahm den Auftrag gerne und bereitete für wenig Geld alles für Kinder und Gäste vor. So konnten alle miteinander entspannt feiern und essen.

…selbst die Sonne ließ sich von der guten Laune anstecken und blinzelte hinter den Wolken hervor.

 

Die Legende des heiligen Blasius 

Geschichten gehören in den Kindergarten. Gehören zu den Kindern. Gerne lesen wir unseren Kindern Geschichten vor oder schauen uns Bilderbücher an. Viel lieber jedoch gestalten wir diese Geschichten mit Legematerial. Diese Art des Geschichtenerzählens haben wir uns bei Herrn Franz Kett abgeschaut. Der Religionspädagoge hat viele Geschichten, vor allem jedoch religiöse Geschichten in gestaltete Bilder umgesetzt. Während wir die Geschichte hören, gestalten wir die Geschichte in der Kreismitte mit. Und so erlebten wir auch in einer kleinen Andacht, die Legende des heiligen Blasius.

In der Höhle lebt ein Mann. Er heißt Blasius. Er hat ein gutes Herz.

Warum lebt er in einer Höhle? Hört euch an, wie es dazu gekommen ist.

Blasius ist Arzt und Christ. So nennt man die Menschen, die an Jesus glauben.

Aber damals als Blasius lebte, vor vielen hundert Jahren mochte das der römische Kaiser nicht.

Die Menschen sollten nur den Kaiser anbeten und nicht Gott. Deshalb schickte der Kaiser Soldaten aus. Die mussten die Christen finden und fangen. Er hat die Christen verfolgt und sie in dann in das Gefängnis gebracht.

Und er hat die Christen sogar töten lassen.

Blasius hat sich in der Höhle versteckt, vor den Soldaten des Kaisers.

Aber er war nicht allein. Die Tiere des Waldes, so erzählt die Legende, kamen zu ihm. Die Vögel so heißt es, haben ihm das Essen in die Höhle gebracht.

Blasius umsorgte alle Tiere die zu ihm kamen. Er heilte ihre Wunden

Selbst die gefährlichsten Tiere des Waldes kamen zu ihm.

Die Tiere so erzählt man, beschützten auch Blasius.

Eines Tages jedoch entdeckten die Soldaten des Kaisers das Versteck im Wald.

Sie nahmen Blasius gefangen und steckten ihn ins Gefängnis. Dort waren viele Menschen, viele Christen.

Im Gefängnis waren auch Kinder. Eines Tages gab es dort Fisch zu essen. Ein kleiner Junge verschluckte sich an einer Fischgräte. Er hustete und bekam keine Luft mehr. Die Mutter lief zu Blasius. Blasius sah schnell, dass er da helfen muss. Er betete zu Gott. Und wirklich, der Junge hustete und mit einem Mal war die Gräte aus dem Hals. So half Blasius vielen Menschen durch sein Gebet.
Er machte den Gefangen Mut. Als Blasius aus dem Gefängnis entlassen wurde, kamen viele Kranke und sagten: „Bischof Blasius, ich bin krank, bitte bete für mich!“
Auch als Blasius gestorben war, vertrauten sie darauf, dass der Heilige
Blasius ganz besonders bei Halskrankheiten helfen kann. Auch heute feiern wir den Namenstag des heiligen Blasius. Und alle die Halsschmerzen haben, bitten Blasius ganz besonders um seine Hilfe im Gebet

Gemeinsam mit Barbara Hemmert feierten wir so das Fest des heiligen Blasius, am Freitag den 3. Februar. Und alle Kleinen und Großen feierten mit.

 

In unserem Kindergarten St. Leonhard in Stettbach, legen wir Wert auf religiöse Erziehung, und bringen deswegen den Kindern die wichtigen Feste und Ereignisse im Jahreskreis näher.

So war auch unser Thema am 03. Februar der Blasiussegen. In Zusammenarbeit mit dem „Pastoraler Raum Werneck“, der durch Frau Gertrud Pfister vertreten wurde gestalteten wir ein Angebot passend dazu.

Um die Kinder kindgerecht an das Thema heranzuführen, sprachen wir über Krankheit und was uns dabei hilft. Die Kinder legten dazu Symbole wie: Pflaster, Fieberthermometer, Medikamente usw. in die Mitte. Von den Krankheiten leiten wir über, auf unsere verschiedenen Jesus Geschichten, bei denen Jesus vielen Menschen geholfen hat.

Unser Ritual ist es, zu Beginn unsere Jesus-Kerze in die Mitte des Kreises zu stellen. Wir erklärten den Kindern, dass es auch andere Menschen gibt, die Menschen geholfen haben, unteranderem der heilige Blasius. Alle gemeinsam betrachten wir das Bild von ihm.

Frau Gertrud Pfister, erklärte den Kindern die Geschichte des heiligen Blasius und der Fischgräte. Ebenfalls erwähnte sie, dass wir die Kerzen immer wieder als Symbol des heiligen Blasius verwenden. Alle Kinder bekommen anschließend den Blasiussegen.

Auch unsere Krippenkinder beteiligen sich am Angebot. Allerdings waren die 1–3 Jährigen am meisten von den Kerzen begeistert und sie schauten alle gespannt zu, was Frau Pfister bei jedem einzelnen Kind macht.

Auch die kleinsten bekommen den Blasiussegen.

Zum Abschluss singen wir das Lied „Halte zu mir guter Gott“ und bitten Gott darum, dass er immer bei uns ist.

 

Vielen Dank an Frau Gertrud Pfister!

 

Ca. 25 Personen machten sich am 19.03. mit auf die Frühlingsentdeckertour „Gegen jedes Leiden ist ein Kraut gewachsen“.

Eineinhalb Stunden mit Gehen, Beten, Schauen, Hören und Reden ging es durch die Fluren von Rundelshausen.

Spirituelle Impulse auf dem Weg gab uns dabei Gemeindereferentin Barbara Hemmert.

Die Teilnehmer konnten viel über die Heilkraft und Verwendung der Kräuter in der Küche erfahren und auch neue Kräuter kennenlernen.

Wieder an der Kirche angelangt, gab es für alle noch einen grünen Smoothie mit der Grünkraft aus all den Wildkräutern, die an diesem Nachmittag gezeigt wurden, zum Verkosten.                                                                                                     

Brigitte Pfister

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Aus meins, wird deins“

Als die Kindergartenkinder des Kindergarten Wernecks, in diesem Jahr, die Martinslegende hörten und über das Teilen sprachen, war ihnen sehr schnell klar: Wir wollen auch Teilen wie Sankt Martin!
Angeregt durch die Geschichte „Laura und Linus“ und das Bilderbuch „Juli tut Gutes“ suchten die Kinder, gemeinsam mit ihren Eltern, gut erhaltene Kleidung und Spielsachen, aber auch neue Sachen wie Hygieneartikel und Lebensmittel zusammen und sammelten sie in großen Kartons im Kindergarten. Schnell füllte sich ein Karton nach dem anderen und es mussten sogar neue Kartons aufgestellt werden.
In einer kleinen religiösen Andacht am 11. November wurden schließlich acht große Kartons in die Mitte des Foyers geschoben und gemeinsam mit den Kindern verschlossen.
Das Kindergartenteam war einmal mehr begeistert über die Hilfsbereitschaft, Begeisterung und Freude der Kinder zu Teilen. Und das dies auch von den Eltern mit unterstützt und getragen wird.
Gemeinsam überlegte das Team welches Projekt mit den Sachen unterstützt werden soll. Schnell kam man auf die Schweinfurter Kindertafel, da diese sowohl hilfebedürftige Kinder in Schweinfurt, aber auch Projekte im Ahrtal oder in der Ukraine unterstützt.
Herr Stefan Labus von der Kindertafel zeigte sich begeistert von dem Einsatz der Kinder und holte am vergangenen Donnerstag, während des Großentreffs, die Kartons ab. Voller Stolz berichteten ihm die Großen was sie alles gesammelt hatten und luden am Ende tatkräftig alle zusammen die Kartons ins Auto.

 

Auf dem Foto:

Stefan Labus, von der Schweinfurter Kindertafel und Daniela M. - Bleiweis, stellvertr. Leiterin Kiga Werneck

Beschlossene Sache

Wir fahren zum Auftritt auf dem Weihnachtsmarkt in Schweinfurt

 „Gaby, Gaby wir gehen auf den Weihnachtsmarkt und dürfen da singen, hat der Stefan gesagt!“ Stürmisch wurde ich, nach meinem Elterngespräch von den Großen empfangen. „Langsam, langsam! Ich versteh gar nichts! Wo gehen wir hin?“
„Auf den Weihnachtsmarkt nach Schweinfurt, auf die Büüüüühhhnnne!“ kam es langgezogen von den Kindern.

„Ja, stimmt“, klärten mich die Kolleginnen auf. Der Herr Labus von der Schweinfurter Tafel hat das mit den Kindern ausgemacht, als er die Pakete für die Kindertafel abholte. 

Okay, dann fangen wir mal an alles zu organisieren. Die Eltern wussten wohl eher Bescheid und gaben bereits ohne Aufforderung ihren Segen zu dieser Aktion.

Am Donnerstag, den 15. Dezember wurde mit Frau Katzenberger, der zuständigen Mitarbeiterin der Stadt Schweinfurt unser Auftritt vereinbart. „Wie viele Kinder kommen denn“, fragte sie zurück. 27 Kinder – unsere spontane Antwort. 

Nein, so viele waren wir dann nicht. Unter Tränen sagte so manches Kind den Auftritt ab, weil die Krankheiten auch in Werneck ankamen und viele unserer Großen sich ansteckten. Letztendlich waren es 14 Kinder, die mit uns in den öffentlichen Bus einstiegen, der uns nach Schweinfurt bringen sollte. Es war die erste „stille“ Busfahrt, die ich erlebte. Kaum saßen wir in den letzten Jahren im Bus, begann eines unserer Kinder zu singen und wir alle stimmten mit ein. Dieses Mal nicht. Wir sind alle etwas angeschlagen, Kinder wie Personal. Also haushalten mit den Kräften und vor allem mit der Singstimme.

Um 14.50 Uhr kamen wir in Schweinfurt an und wurden dort bereits von den Eltern, vielen Großeltern und Geschwistern empfangen. Gemeinsam zogen wir zum Bühne, platzierten uns darauf und warteten bis Herr Labus uns ankündigte.

Mit Inbrunst sagen die Kinder vom Advent, dem Kerzenschein, dem Nikolaus und dem nahenden Weihnachtsfest. 15 Minuten, 20 Minuten, 25 Minuten und kein Ende. Unser Publikum – half kräftig mit und warf uns immer neue Liedvorschläge zu. Selbst als Herr Labus uns einen großen Karton mit Schokolade an die Bühne stellte, wurde der Gesang nicht weniger. „In der Weihnachtsbäckerei“, „Na, wer geht mit zum Weihnachtsmarkt!“ und „Jingle bells“ rief es uns aus dem Publikum entgegen. Und weiter und weiter.

Dann war es doch vorbei.

Die Kinder erhielten die leckere Schokolade, wir bekamen Gutscheine und die Eltern bekamen ihre Kinder zurück, die sie drückten und vor allem die sagten: „Ich bin so stolz auf Dich, du hast so schön auf der Bühne gesungen!“

 

 

 

 

 

 

Ich geh mit meiner Laterne… Endlich konnte in diesem Jahr auch in Ettleben wieder der Martinsumzug wie gewohnt stattfinden.

Die Kinder des Kindergartens hatten fleißig Laternen gebastelt und mit Igeln und Herbstlaub gestaltet. Am Abend trafen sich die Kinder mit ihren Erzieherinnen am Kindergarten und warteten gespannt auf St. Martin. Der ritt auf seinem Pferd voran und gemeinsam zogen Kinder und Eltern durch das Dorf. Anwohner hatten ihre Häuser entlang der Strecke mit Kerzen und Laternen schön geschmückt. Hin und wieder wurde eine Pause auf dem Weg eingelegt und man konnte das ein oder andere Martinslied hören, das von Kindern und Eltern gemeinsam gesungen wurde.

Wieder beim Kindergarten angekommen hatte der Elternbeirat schon alles vorbereitet und es konnten sich alle mit Glühwein und Bratwurst stärken. Alle Kindergartenkinder durften sich eine leckere gebackene Martinsgans vom Bäcker schmecken lassen.

 

 

Anfang Dezember herrschte große Aufregung im Kindergarten. Der Nikolaustag stand bevor.

Die Kinder hatten von zu Hause große Socken mitgebracht und im Kindergarten aufgehängt.

Sie staunten nicht schlecht als eines Morgens alle Socken verschwunden waren.

Der Nikolaus hatte heimlich alle Socken eingesammelt. Hoffentlich würde er sie auch gefüllt wieder bringen? Und tatsächlich, am Nikolaustag besuchte der Nikolaus die Kinder im Kindergarten.

Er wurde mit einem Lied und einem Gedicht begrüßt. Anschließend hatte er einiges über die Kinder zu berichten, was er in seinem goldenen Buch aufgeschrieben hatte. Es gab viel Gutes über alle zu berichten aber auch einige Dinge die die Kinder noch ein bisschen besser machten könnten.

Schließlich teilte er die Socken, die jetzt sogar mit Äpfeln, Nüssen und Schokolade gefüllt waren wieder an die Kinder aus. Als Dankeschön sangen die Kinder noch ein Lied und winkten dem Nikolaus zum Abschied.

 

 

Kurz vor Weihnachten durfte natürlich auch der Wunschzettel ans Christkind nicht fehlen. Die Kinder gestalteten gemeinsam mit ihren Erzieherinnen einen Brief in dem alle Wünsche aufgeschrieben wurden. Auch dachten die Kinder daran, dem Christkind zu danken, dass es immer so viele Geschenke bringt. Manchmal tauchte auch die ein oder andere Frage auf, wie das Christkind das wohl alles schaffen kann. Ob das Christkind dieses Geheimnis verrät?

Schließlich wurde der Brief noch bunt bemalt und ans Christkind nach Himmelstadt geschickt.

Gespannt warteten alle auf eine Antwort. Und wirklich, ein paar Tage später war die Freude groß, als der Postbote für jedes Kind einen Brief brachte, mit einem persönlichen Gruß vom Christkind.

 

Mit dem Friedenslicht in der Hand begrüßte Pfarrer Jürgen Thaumüller von der Pfarrgemeinschaft „Maria im Werntal“ etwa 50 Christinnen und Christen des Ökumenischen Friedensgebetes: „Seit nunmehr 27 Jahren wird dieses Licht in der Geburtskirche in Bethlehem entzündet und in einem feuersicheren Behälter nach Europa gesandt. Von Würzburg haben wir es hierher vor das Rathaus des Marktes Werneck gebracht.“ Das Motto der diesjährigen Aktion lautet: „Frieden beginnt mit Dir“.

 

Barbara Hemmert, Gemeindereferentin für den Pastoralen Raum, grüßte zudem die Kinder aus der Grundschule Schleerieth: „Heute seid ihr und Sie alle hier, um mit uns zu beten. Ein Zitat vom Dalai Lama lautet 'Frieden beginnt in uns'. Damit aus dem Frieden in MIR und dem Frieden in DIR ein Frieden in UNS werden kann, braucht es Menschen die zusammenkommen, die sich verbünden. Sie und ihr seid da. Das Friedenslicht brennt, hier und an vielen Orten in Europa.“

 

Pfarrerin Hermine Wieker von der Evangelischen Kirchengemeinde ermutigte die Teilnehmer mit den Worten: „1989 waren es die Beter in Ost-Deutschland, die mit ihren Gebeten, Andachten, ihren Aktionen und Kerzen eine friedliche Revolution begannen, die Mauer zum Einsturz brachten und 'die Mächtigen vom Thron stießen'. Das Licht ist vielleicht machtlos, aber nicht wirkungslos. Jesus, sein Licht geht durch die Zeit. Es brennt heute noch. Lassen wir uns nicht beunruhigen, es könnte verlöschen. Es ist Licht für mich und andere. Wir brauchen dieses Licht in unserem Leben, im Blick auf unsere Welt.“

 

Unter der Leitung von Katrin Ort trugen die Grundschüler ihr Adventslied vor: „Kleines Licht bist du auch winzig, leuchte in die Welt hinein. Schenke Frieden, Wärme, Hoffnung, niemand soll alleine sein.“ Einige Sprecher traten nach vorne, um mit dem Wort „Frieden“ in verschiedenen Sprachen Wortkarten an den Weihnachtsbaum zu hängen.

 Bild 4 Esemble Eschenbachtaler

Umrahmt wurde die Veranstaltung durch ein Ensemble der Kapelle Eschenbachtaler. Viele Besucher hatten Kerzen und Laternen mitgebracht, um dieses Friedenslicht danach weiterzugeben: Daheim. In der Familie. In der Schule. Am Arbeitsplatz.

 

Text und Fotos: Roland Maul

Was für eine Aufregung!

Zum Beginn des neuen Kindergartenjahres wurden die Kinder von neuen Gesichtern im Kindergarten St. Michael begrüßt. Neben einer neuen Leitung hat sich auch das Team mit neuen Kolleginnen vergrößert. Zum Glück waren aber auch noch viele bekannte Gesichter an diesem Morgen vor Ort und konnten den Kindern einen guten Start ermöglichen.

 

Während dieser Zeit nutzten die Kinder und das Team das schöne Herbstwetter zum Kennenlernen. Bei ausgiebigen Spaziergängen sammelten sie Kastanien, viele bunte Blätter und weitere Naturmaterialien. Daraus wurde gemeinsam im Morgenkreis ein Herbstbild gestaltet.

Aber auch Erntedank wurde im Kindergarten gefeiert. Hierzu besuchten die Kinder die festlich geschmückte Kirche und lernten etwas über Ernte und Dankbarkeit. Viele Kinder berichteten von Arbeiten auf dem Bauernhof ihrer Familie. Aus diesem Grund wurde auch ein eigener Erntedankkorb gemalt. Hier konnten die Kinder ihr Lieblingsgemüse aufkleben und den Korb bemalen.

Spannend für die Kinder war auch das Kochen einer Gemüsesuppe im Kindergarten. Von Zuhause wurde verschiedenes Gemüse mitgebracht und jedes Kind konnte bei dem Zubereiten der Suppe helfen. Karotten schälen, Kartoffeln waschen und Paprika schneiden waren nur ein Teil ihrer Aufgaben. Am besten war jedoch das Probieren hinterher! Lecker!

Zuletzt bereiteten sich die Kinder auf St. Martin und den Laternenumzug vor. Eifrig bastelten sie kleine und große Igellaternen. Im Morgenkreis übten sie Martinslieder und hörten die Geschichte des St. Martin. Ganz gespannt fieberten sie dem Umzug entgegen.

 

Für viele Kinder, Eltern, Großeltern und weitere interessierte Menschen war der neue Kindergarten in den vergangenen Monaten ein großes Thema. Es wurde sich oft nach dem Baufortschritt erkundigt und nach dem Elternabend war auch eine Besichtigung des Gebäudes für die Eltern ein erstes Mal möglich. Aber auch für die Kinder im Kindergarten war dies eine spannende Phase. Die Erzieherinnen packten während des Kindergartenalltags Kartons für den Umzug. Was dort wohl alles drinnen ist? Gespannt und voller Elan unterstützten die Kinder die Erzieherinnen beim Packen. Die Räumlichkeiten im neuen Kindergarten wurden von den Kindern ebenfalls begutachtet. Die Vorfreude war überall zu spüren! Am 02. November 2022 war es dann endlich soweit. Der neue Kindergarten konnte öffnen.

Yanik Berberich, Leitung

 

 

Aus dem Kindergarten Werneck verabschieden sich unsere Großen aus den Gruppen.

Im letzten Kindergartenjahr waren es 30 Große, die den Weg in die Schule nahmen. Fröhlich und gleichzeitig traurig gestaltete sich der Abschied. Dieser Abschied ist ein Umbruch der noch lange in den Kindergruppen zu spüren ist und in jedem September wieder einen Neuanfang zur Folge hat. Vertraute Kinder, die Spaßmacher*innen, die Redelsführer*innen sind nicht mehr da. Die Auskenner*innen, Witzeerzähler*innen werden schmerzlich vermisst. Von allen…..

Nun sind die Großen in der Schule, aber im Herzen sind alle immer auch ein wenig dageblieben/werden im Herzen bleiben.

Das merkt man an den Gesprächen in den Kindergruppen, aber auch unter den Mitarbeiter*innen. Kommt einer Kolleg*in eine Situation oder Begebenheit des Kindes in den Sinn, nicken schon die anderen oder lachen auch mal! Je nach Situation.

Da steht die Wasserflasche im Weg und erinnert an das Kind, das immer dann Durst bekam, wenn es eine Wasserflasche gesehen hat.

Beim Blick in den Spiegel fällt das eine oder andere Fältchen auf und schon kommt die Erinnerung an das Kind, dass für die Mitarbeiterin einen Schminkkurs bei der Mama ausmachen wollte: Da sieht man Deine Falten nicht so!“

Oder an das Schulkind, dass während eines Essens meinte: „Du, wir haben was Gleiches. Wir sind beide Vielfräße.

In jedem Jahr bleibt aber auch ein sichtbares Zeichen der Kinder hier und das organisieren die Eltern.

Mit viel Liebe wird Jahr um Jahr ein Geschenk für das Kindergartenteam und die Kinder ausgesucht und am Abschlussfest übergeben.

Da wurde schon mal gemeinsam das Gartenhäuschen gestrichen und mit den Namen der künftigen Erstkläßler verziert, dort eine Bank um den Baum in Auftrag gegeben, ein Weidentunnel hingestellt oder eine Balancierschlange geschenkt. Kleine Biertischgarnituren für die Stammgruppen gekauft und Fühlkästen und Barfußpfad für die Kinder angelegt. Liebevolle Geschenke, die an die Großen erinnern und den Stammkindern Freude machen sollen.

In diesem Jahr suchten die Eltern ein Geschenk und das oftmals passend für das Thema der Großen. In diesem Jahr: „Bunt, sind wir am stärksten!“ Und weil es etwas teurer war, beteiligte sich sogar der Elternbeirat des Kindergartens Marienau, mit Geld aus dem Erlös der Kleider- und Weihnachtsmärkte. Bunt und voller Klang ziert nun das Percussion Achteck unser Foyer und begleitet die Lieder unserer Kinder.

Und jetzt sitzen die neuen Großen Kinder dran! Stolz und aufgeregt haben sie das neue Instrument übernommen – Der Staffelstab ist weitergegeben.

 

Geldregen für die Kindergartenkinder aus dem Kindergarten Marienau, Werneck

Die Anfrage kam überraschend! Am 29. Mai 22 fand in Werneck wieder ein Flohmarkt statt, der schon seit Jahren vom Scythe Man MC organisiert wird. Dieser wurde nach der 2 jährigen Corona Zwangspause von der Bevölkerung sehr gut angenommen. Wie schon 2016 wurde wieder für einen guten Zweck gesammelt. Dieses Jahr geht der Erlös von 700 ,-€ an den Kindergarten Werneck. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus den freiwilligen Spenden der Standbetreiber und den Mitgliedern des Motorradclubs.

Ein besonderer Dank des Scythe Man MC geht an die Norma und den Peks Getränkemarkt für die Bereitstellung der kostenfreien Nutzung des Parkplatzes und ein herzlicher Dank auch an die Standbetreiber.

Nun dürfen die Kindergartenkinder, innerhalb einer Kinderkonferenz aussuchen und beraten, was mit dem Geld/der tollen Spende gemacht werden soll. Aus den Ideen wird dann ganz demokratisch ausgewählt. Die Biker sind schon ganz gepannt auf das Ergebnis und die Rückmeldung der Kinder.........

Auf dem Foto die Mitglieder des Scythe Man MC, einige unserer Kindergartenkinder und die Kolleginnen Daniela M.- Bleiweis und Silvia Machalett.

Das Foto machte Valentine Schmidke

Viele Grüße aus dem Kindergarten Werneck

Gaby Brand

 

Als wir 2019 unseren Waldgrundstücken draußen zwischen Werneck und Rundelshausen Lebewohl sagten, ahnten wir nicht, dass dieses Lebewohl für eine lange Zeit sein wird. 2 Wochen im Wald - Auszeit draußen zwischen Büschen und Bäumen im Vorfrühling, waren Traumtage für die 86 Kindergartenkinder und das Kigateam.

Und dann kam Corona. Kein gemeinsames Busfahren mehr, alles nur in der eigenen Gruppe. O wie lange überlegten und planten wir mit dem Elternbeirat für ein bisschen Normalität um dann doch alles wieder "über den Haufen" zu werfen. Corona siegte!

Gut, dass wir solch schöne Gartenbereiche haben. Aus den kleinen Pflänzchen um den Kindergarten herum sind in den vergangenen 30 Jahren stattliche Bäume und große Büsche geworden. Und hier spielen unsere Kinder gerne. Zwischen all den Zweigen und Ästen - unserem Wald, wie die Kinder sagen.

In diesem kleinen Kindergartenwald, der den Kindern so viel bedeutet, fehlten nun mit den Jahren Zweige und Äste zum Spielen und schaffen, zum Tipibauen und Lagerfeuer spielen! Um Ritterkämpfe zu bestreiten und um sich den Wald mit Hockern und Sitzgelegenheiten gut einzurichten.

Gut, dass wir Frau Partenhauser haben, die Försterin aus dem Staatswald. Kurzerhand riefen wir dort an und schilderten unser Anliegen. Und wirklich Frau Partenhauser half.

Mit Ihren Mitarbeitern stellte sie uns einen Anhänger zur Verfügung. Baute ihn im Wald auf und lud die großen Kinder zu sich in den Wald ein.

An einem Donnerstagnachmittag, während des Großentreffs machten wir uns mit Rucksäcken auf den Weg in den Wald.

Am vereinbarten Treffpunkt trafen wir auf Frau Partenhauser und noch bevor Sie etwas sagen konnte, löcherten die Kinder die Försterin mit all ihren Fragen. Kompentent und interessiert gab sie den Kindern Auskunft über Tiere die im Wald wohnten, über Fliegen, die gerade den Weg kreuzten und über Bäume und Wegweiser, die uns auf dem Weg begegneten.

Nach einer kurzen Stärkung ging es los. Aus dem kleinen Waldstück wurden Äste um Äste herausgeschafft und mit viel Mühe auf den Anhänger geladen. "O weh!" der ist ja ziemlich groß, meinte eine Kollegin beim Anblick eines ganzen Baumstamms den eine Kindergruppe anschleppte. Gemeinsam schafften wir ihn auf den Anhänger - als uns der Anhänger dann später auf unserem Heimweg überholte, zierte den Baumstamm ein rotes Tuch. Ja, klasse der Baumstamm durfte mit. Super.

Nun liegen und stehen die Äste im Kindergarten herum. Der lange Stamm jedoch wurde mitten im Juni zu einem "Maibau!" "Nein, Gaby kein Maibaum, das ist doch jetzt ein Jahresbaum, der Mai ist doch vorbei!" Ach herrje, schlaue Kinder.

Viele Grüße

Gaby Brand

 

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