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Es ist still geworden,

erschreckend still in unserem Kindergarten…..

Wir sind begeisterte Sänger*innen. Von morgens bis abends singen wir. Im Kindergarten und auf all unseren gemeinsamen Wegen mit den Kindern. Auf Wanderungen, im Bus, überall schmettern wir unsere Lieder und sind so auch schon sehr bekannt.

Wenn unsere Kinder z.B. im Motorboot - auf der Saale - sitzen und singen: Wir lagen vor Madagaskar und andere Piratenlieder, dann geht nicht nur uns Betreuer*innen das Herz auf. Auch die Gäste im Motorboot klatschen und verlangen "Zugabe, Zugabe!"

Und nun - kein Ton, kein Lied..........

Singen fördert den Ausstoß von Aerosolen und das soll in der Corona Pandemie eingedämmt werden.

Ab und an hört man die feinen Klänge der Veeharfe* in den Kindergruppen klingen. In den letzten Jahren war dieser Klang immer eine Einladung für Kinder und Erwachsene mitzusingen. Nun wird sie oft schnell wieder weggestellt. „Nein, wir dürfen doch nicht im Raum singen!“ heißt es dann von den Kindern.

Ich selbst habe in 37 Berufsjahren viele Lieder in meinem persönlichen Liederbuch. Die meisten kann ich jedoch auswendig. Bislang wusste ich jedoch nicht, wie stark Lieder, wie stark Musik mein Berufsbild und meine Arbeit stützte und unterstützte.

Es war immer so selbstverständlich zu singen, den Alltag der Kinder mit Musik und Gesang zu begleiten. Wie es meinen Kolleginnen und mir fehlt, erlebe ich täglich aufs Neue.

Während ich das schreibe, spüre ich, wie es mich berührt, darüber zu schreiben, wie mich diese Liedlosigkeit in unserem Kindergarten traurig macht.

Ich habe Lieder,

um die Kinder zu begrüßen,

die Kinder auf mich aufmerksam zu machen,

und um Kindern Wartezeiten zu verkürzen,

Ich habe Lieder

die helfen Kinder in Bewegung zu kommen,

und um die Kinder zur Ruhe kommen zu lassen,

um Geschichten zu unterstützen und zu begleiten,

und um Geschichten zu erzählen,

und um die Jahreszeiten erlebbarer und spürbarer zu machen.

Ich habe Lieder

um Erlebnisse und Erfahrungen der Kinder zu stützen,

und um lebenspraktische Tätigkeiten zu begleiten,

und um an frühere Zeiten zu erinnern und Lieder, die von früher erzählen,

um Aktionen zu unterstützen

Ich habe Lieder

um gemeinsam zu Beten,

um religionspädagogische Arbeiten zu untermalen,

um Feste vor- und nachzubereiten,

um gezielte Angebote zu festigen,

um Sachgebiete zu erarbeiten und

um Kinder zu verabschieden.

Ach herrje – so viele Lieder!

Und da fehlen sicherlich noch einige Erfahrungsfelder!

 Nun singe ich/Nun singen wir im Garten. Wir kürzen den Kindern wichtige Bewegungszeit um wenigstens ein bisschen zu singen. Und die Wunschliste der Kinder nach Liedern ist lang.

In den letzten Jahren haben wir mindestens 18 Martinslieder zum Fest gelernt. Und in den Gruppen sicherlich nicht nur einmal das lange Lied vom „St. Martin, St. Martin“ gesungen. 8 Strophen und die immer wieder aufs Neue. Weil gerade die Martinslieder und die dazugehörige Geschichte die Kinder so sehr begeistert. In diesem Jahr haben wir die meisten Lieder als "Gedicht" gelernt. Und dann fiel auch noch das Martinfest in tradioneller Weise aus.

Ja, ich glaube Corona hat mich/hat uns mürbe gemacht. Corona kostet uns viel Energie. Energie, die wir oft aus dem gemeinsamen Singen und die Verbundenheit – der gemeinsamen Lieder geschöpft haben. Und dennoch konnten wir unseren Kindern ein bisschen Normalität und Festlichkeit – auch in diesem Corona Jahr - mitgeben: 

St. Martin

Am 11. November haben wir all unsere Kinder eingeladen, den ganzen Tag bei uns im Kindergarten zu bleiben. So meinten wir, können wir das Ansteckungsrisiko minimieren und dennoch gut miteinander Martin feiern. Unterstützung erhielten wir vom Sachausschuß Ehe und Familie des Pfarrgemeinderates Werneck. Einen Teil der Kosten für die leckeren Gänse und der leckere Punsch wurden vom Sachausschuß, der in den letzten Jahren für die Gestaltung des Martinsfestes zuständig war, übernommen. O weh, war das aufregend. Und für viele Kinder neu. Einen ganzen Tag im Kindergarten. Morgens musste alles gut vorbereitet werden, um am Nachmittag gut feiern zu können. Es gab Ruhepausen, gemeinsames Essen und Trinken, gemütlichen Kerzenschein in den Gruppenräumen der Kinder. Am spannensten war es jedoch, als alle Kindergruppen – im guten Abstand – in der blauen Stunde - draußen im Garten zusammenkamen. Die Laternen wurden – eine nach der anderen – angezündet. Langsam wurde es ganz dunkel. Die Laternen tanzten nach dem Gesang der Kinder, mal hoch und mal hin und her. Autos, die vorbeifuhren, fuhren langsam und langsamer – hielten an und schauten aus der Ferne zu. Nahmen sich ein bisschen Martinsstimmung mit nach Hause. Die Lieder, die die Kinder nur von Gedichten oder wenigen Singkreisen kennen, wurden hinaus in die dunkle Nacht geschmettert. Eltern, die zum Kindergarten liefen, hörten uns von Weitem singen.

 Und ich stand inmitten der Kinder - den Foto sicher vor mir - und die Tränen liefen wieder über das Gesicht. Denn, die Kinder konnten sie - die Lieder/ihre Lieder. Nach einer 3/4 Stunde endete die Feier im Garten - und wir waren müde - schön müde - singmüde - schööööönnnnn!!!!

Im Dunkeln holten die Eltern – in vorbildlicher Weise, mit Abstand und mit Mundschutz – ihre Kinder ab. Bis an die Wernbrücke reichte die Abholschlange der Eltern……………

Für unsere Kinder haben wir extra einen YouTube Kanal aufgemacht, um ihnen die Zeit des ersten Lockdowns und die liederlose Martinszeit zu versüßen.

 

Adventskranzsegnen

Nachdem alles mit dem Martinsfest gut lief, trauten wir uns, den Advent in Angriff zu nehmen. Gemeinsam mit Pfarrer Krammer gestalteten wir auch hier wieder im hinteren Bereich, draußen in unserem Garten eine Adventsfeier. Mit den Liedern

Wir sagen euch an, den lieben Advent

Kleiner grüner Kranz

Dicke rote Kerzen

entzündeten wir die ersten Kerzen an unseren 6 Adventskränzen. Diese Kränze haben die Kinder mit den Kolleginnen in der Gruppe gebunden. Tatkräftig schnitten die Kinder kleine Zweige von Tannen, Buchs und Koniferen ab, um sie dann um einen Strohkranz zu binden. Wie festlich es mit einem Mal wurde, als Herr Pfarrer Krammer das Gebet sprach, mit dem er uns auf die kommende Adventszeit einstimmte und uns allen eine gute Zeit wünschte.

Auch der Nikolaus kam zu Besuch

Lasst uns froh und munter sein und uns recht von Herzen freun!“ ist das Lieblingslied von unserem Michelaus. Das Lied darf an keiner Nikolausfeier fehlen. Und wenn es doch mal passiert, klagt es der Michelaus ein. „Ich kann erst gehen, wenn ich mein Lieblingslied von Euch gehört habe!“

Der Nikolaus besuchte uns auch im Garten. Mit seinem großen Bischofsstab, der Mitra und dem goldenen Buch kam er würdevoll zu uns. Im guten Abstand ging er durch die aufgestellten Kinderreihen und hörte sich hier den Gesang der Kinder an. Als er sein goldenes Buch aufschlug hatte er nur viel Lob für die Kinder. „Welch ungewöhnliches Jahr war es doch bislang für euch Kinder“, sagte er. „Man muss sich immerfort die Hände waschen und Abstand halten zu Omas und Opas, den Paten und auch aufpassen bei anderen Kindern!“ Er machte den Kindern Mut und Hoffnung, dass das vielleicht eines Tages alles wieder möglich ist. Er lobte die Kinder, weil sie ohne Klagen den Garten teilten und sich an die Regelungen und Absprache halten. Er freute sich, dass die Kinder sich nun wenigstens wieder selbst Getränke einschenken dürfen und auch beim warmen Mittagessen selbst wieder nehmen dürfen. „Du bist ein lieber Mann“, sangen die Kinder – als der Nikolaus sein goldenes Buch zuklappte und den tüchtigen Kindern, von seinen Helferlein große Körbe voller Leckereinen bringen ließ.

 

 

Ach und noch etwas. Die Sprachprüfung einzelner Kinder stand an. Eine Mitarbeiterin der Julius Kardinal Döpfner Schule ist da immer im Haus. Und was sagte sie am Morgen? Frau Brand bei ihnen ist es heute sehr seltsam. Immer wenn ich in den letzten Jahren da war, klang ein Lied nach dem anderen zu mir in den Raum und nun - Stille...........

*Veehharfe:

Der Landwirt Hermann Veeh war auf der Suche nach einem Musikinstrument für seinen Sohn Andreas, der mit Down-Syndrom auf die Welt kam. Die Liebe zur Musik war Andreas in die Wiege gelegt, doch das Erlernen eines Musikinstrumentes schien unerreichbar. Die Erinnerung an alte Saitenzupfinstrumente mit Notenschablonen gab den entscheidenden Impuls. Das Grundprinzip dieser Instrumente wurde weitergedacht. An den Fähigkeiten seines Sohnes orientiert, konzipierte Hermann Veeh ein völlig neues Musikinstrument - einfachst in der Handhabung, ansprechend in der Formgebung und bezaubernd im Klang. Für Kinder ist die Veeh-Harfe erster, prägender Zugang zum Musizieren. Erwachsenen erfüllt sich mit dem Spiel auf der Harfe eine tiefe Sehnsucht nach Musik. Die Veeh-Harfe belebt die Hausmusik, setzt neue Impulse in der Musikpädagogik, in Kindergärten und Schulen, ergänzt die Therapie in Kliniken und bereichert den Alltag in Senioreneinrichtungen.

In diesem Jahr ist vieles Neu. So auch bei unserer alten Schule.

Zum ersten Mal begleiteten uns dort 4 Adventsfenster durch die Vorweihnachtszeit.

Liebevoll gestaltet von Kerstin Heil und Brigitte Pfister.

In Rundelshausen wurde auf Initiative von Heike Fischer in diesem Jahr erstmals in der Dorfmitte eine Weihnachtskrippe aufgebaut.

Die Ankunft des Heilandes ist jedoch nicht in einem Stall, sondern im örtlichen Buswartehäuschen, dort wo normalerweise die Schulkinder auf die Ankunft des Schulbusses warten.  

Frauen basteln 220 Engel aus Gesangbuchseiten
Vor Weihnachten werden diese verbunden mit einem Weihnachtsgruß der Evangelischen und Katholischen Seelsorger in den Zimmern des Kreisaltenheims Werneck durch die BetreuungsassistentInnen verteilt.  

Das alte Gotteslob hat ausgedient. Soll das Gesangbuch, der Begleiter in unzähligen Messen, Andachten und Prozessionen jetzt in die Papiertonne? „Auf gar keinen Fall. Aus dem alten Gesangbuch lassen sich noch wunderschöne Basteleien herstellen“, so Barbara Hemmert, Gemeindereferentin in der Pfarrgemeinschaft Maria im Werntal.

Recycling für das Gotteslob. Karin Maul, Kirchenvorstandmitglied der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Werneck, hat die passende Idee: Gotteslöber zu Weihnachtsengeln. „Nur sehr selten ist ein Bastelpapier mit so viel positiver Energie, mit so vielen Segnungen und mit so vielen alltäglichen Wünschen und Gebeten behaftet.“

Seniorenbeauftragte Stefanie Reith wählt kurzerhand die Adressaten der Geschenke aus. Ihr liegen die Seniorinnen und Senioren ihrer Heimatgemeinde besonders am Herzen. „Das sind wunderbare Schutzengel für die Bewohnerinnen und Bewohner des Kreisalten- und Pflegeheims Werneck.“

Gesagt, getan und in vielen Stunden wird Papier gefaltet, geklebt und gefädelt. Und das Schönste: jeder Engel bekommt ein freundliches Gesicht.Gesicht geben

Sonnenblume, Sonnenblume steht an unserm Gartenzaun. Außen hat sie gelbe Blätter, innen ist sie braun.   Kommt ein Vöglein angeflogen, Hunger hat`s gar sehr. "Sonnenblume, Sonnenblume schenk doch Körner her!"   Sonnenblume schenkt dem Vogel, Körner ohne Zahl. "Danke!" ruft der Vogel fröhlich. "Danke, für das gute Mahl!"   Unsere Kinder sehnen sich - in dieser ganzen Cornona Pandemie - nach Normalität. Augenblicklich können wir das noch bieten, obwohl es Einschränkungen für unsere Kinder gibt.   "Wir dürfen uns nicht selbst warmes Essen nehmen!" "Wir müssen immer zu Hände waschen!" "Ich finde es schade, dass ich nicht mit Kindern der anderen Gruppen spielen darf!" "Im Garten haben wir nur ein kleines Stück, um zu spielen!" "Schade, dass wir nicht mehr in der Gruppe singen dürfen!"   Wie wichtig und wohltuend ist es da, dass wir mit den Kindern unserer Gruppen den Herbst, in allen Zügen genießen können: - Gemeinsam haben wir schon Herbstplätzchen und leckere Gemüsesuppe gemacht. - Wir holen uns Kastanien in die Gruppe und basteln damit. - Die vielen bunten Herbstblätter schmücken unsere Gruppenräume - wir schauen uns immer wieder Herbstschätze genau an. - und suchen in Spaziergängen und Wanderungen nach dem Herbst. "Wo zeigt er sich in der ganzen Pracht!"   Staunend standen wir vor dem roten Herbstlaub, am Parkplatz der Gemeinde.   Staunend halten wir die kleinen Kernchen der Sonnenblumen in der Hand. "Aus solch einem kleinen Körnchen, sind unsere großen Sonnenblumen gewachsen.   Guter Gott, du schenkst uns so viele wunderschöne Sachen, die wir staunend anschauen. Die Sonnenblume im Garten strahlt uns mit den gelben Blüten an. Die Kastanien sind so glänzend und glatt, Die Blätter unseres Ahornbaumes sehen so wunderschön aus. Und unsere Gemüsesuppe war so lecker. Wir können in unserer KIndergruppe fröhlich sein. Wir sagen Danke für all die schönen Gaben.

Es ist Mittwochnachmittag und die Sitzplätze füllen sich langsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern des Kreisalten- und Pflegeheims Werneck. Umsichtig werden die Teilnehmer von den dortigen Betreuungsassistenten geleitet. „Bei einem Freiluftgottesdienst sind natürlich auch die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten“, so die eindeutig klare Anweisung der Geschäftsführerin Simone Falkenstein.

Nach 12 Jahren als Pfarrer von Werneck bricht Pater Vincent auf in einen neuen Wirkungsbereich.
Ein bewegender Gottesdienst verbindet die Rückschau auf die gemeinsame Zeit mit vielen Segenswünschen für seinen Aufbruch in sein neues Aufgabenfeld

Da unter Coronabedingungen die Anzahl der Gottesdienstbesucher beschränkt war, haben wir für Sie die Worte der Verabschiedung von Bernhard Wegscheid, der im Namen der PG gesprochen hat, hier eingestellt.

Unsere Großen erzählen alles über Corona!

Kinderstimmen aus dem Kindergarten Marienau im Monat Juni

  • Die Corona Viren sehen aus wie Pilze.
  • Wenn man sich an nießt breitet sich Corona aus.
  • Wenn man keinen Abstand hält dann verbreitet es sich ganz schnell.
  • Wenn man zu nah ist kann man den Freund anstecken.
  • Corona hat sich von Tieren auf den Menschen übertragen, weil sie auf dem Markt die Tiere gekauft und gegessen haben.
  • Dort haben die Leute auch Fledermäuse und Schlangen gegessen die krank waren.
  • Corona zwingt den Körper, dass er sich dann vermehrt.
  • Man muss sich immer ganz gut die Hände waschen. Die alten Menschen sind schlecht dran, sie können sogar sterben.
  • Es müssen ganz viele Medikamente gesucht werden.
    Ich glaube die Ärzte haben jetzt Medizin gefunden, das hab ich im Fernsehen gesehen.
  • Meine Mama hat gesagt Oma und Opa die im anderen Haus wohnen , auf die sollen wir gut aufpassen und ihnen nicht die Hand geben, dass sie nicht krank werden.
  • Kinder können nicht so daran sterben aber Erwachsene schon.
  • Wenn immer alle über Corona reden dann bekomme ich Angst! Aber jetzt wird es schon besser, weil ich wieder mit meinen Freunden spielen darf. Sonst hat es sich im Bauch so komisch angefühlt.
  • In Waigolshausen gibt es kein Corona!
  • Ich hab ein Video gesehen, da erklärt ein Roboter Corona.
  • Langsam wird es besser echt, wir können uns jetzt mit 5 Freunden wieder treffen.
  • Auch für die Autoläden war das schlimm, die durften erst keine Autos verkaufen, da hat mein Papa auch weniger Geld bekommen.
  • Mama hat es mit unserer Nachbarin abgeklärt, das wir Kinder trotzdem zusammen spielen können.
  • Man muss ab 6 Jahren eine Maske tragen. Zum Glück bin ich noch nicht 6!
  • Ich hab 3 Masken: eine von euch aus dem Kiga und 2 hat mir Mama gemacht.
  • In der Schule müssen die Kinder ganz oft und lange Masken tragen und die Tische stehen weit auseinander. Die Schulkinder gehen nicht jeden Tag in die Schule.
  • Die Fußballspieler haben sich alle testen lassen ob sie Corona haben.
  • Die Bundesliga darf wieder loslegen.

Am 19. Juli wurden drei Oberministranten aus Rundelshausen im Rahmen einer Familien-Wortgottesfeier aus ihrem längjährigen Ministrantendienst verabschiedet.

Isabel Greb, Lucas Sauer und Felix Berthold waren jeweils 7 Jahre als Ministranten tätig.

Nach ihrer Kommunion haben sie ihren Ministrantendienst begonnen und sind, so wie aus dem Samen der Weizen im Sonntagsevangelium wächst, in den vielen Jahren gewachsen und groß geworden.

Jetzt ist  die Zeit gekommen, etwas Neues auszuprobieren und ihren eigenen Weg zu finden.

Als Ministrant waren sie immer zuverlässig, engagiert und eine Bereicherung für unsere Ministrantengruppe.

Dafür möchten wir ihnen danken  und ihnen wünschen , dass auf ihrem weiteren Lebensweg Gottes Segen sie begleite.

Es traf uns – wie so viele andere Menschen auch – unvorbereitet. Am Donnerstagnachmittag, den 12. März raunten sich die ersten Eltern im Kindergarten schon zu, dass es sicherlich eine Veränderung geben wird. Am Freitagmorgen wurde es Gewissheit. Um 10.00 Uhr morgens kam die Order aus dem Landratsamt Schweinfurt: „Schließung ihrer Einrichtung!“

Zum 1. März 2020 beendet das Zahnarztteam Dres. Ochs, nach 32 Jahren, ihr Wirken und Arbeiten rund um die Zahngesundheit in Werneck. Und was hat das mit dem Kindergarten zu tun?

.... BETEN IST NICHT ABGESAGT


Jesus, unser Gott und Heiland,
in einer Zeit der Belastung und der Unsicherheit für die ganze Welt kommen wir zu Dir und bitten Dich: 
- für die Menschen, die mit dem Corona-Virus infiziert wurden und erkrankt sind; 
- für diejenigen, die verunsichert sind und Angst haben; 
- für alle, die im Gesundheitswesen tätig sind und sich mit großem Einsatz um die Kranken kümmern; 
- für die politisch Verantwortlichen in unserem Land und weltweit, die Tag um Tag schwierige Entscheidungen für das Gemeinwohl treffen müssen; 
- für diejenigen, die Verantwortung für Handel und Wirtschaft tragen; 
- für diejenigen, die um ihre berufliche und wirtschaftliche Existenz bangen; 
- für die Menschen, die Angst haben, nun vergessen zu werden; 
- für uns alle, die wir mit einer solchen Situation noch nie konfrontiert waren. 
Herr, steh uns bei mit Deiner Macht, hilf uns, dass Verstand und Herz sich nicht voneinander trennen.
Stärke unter uns den Geist des gegenseitigen Respekts, der Solidarität und der Sorge füreinander.
Hilf, dass wir uns innerlich nicht voneinander entfernen.
Stärke in allen die Fantasie, um Wege zu finden, wie wir miteinander in Kontakt bleiben.
Wenn auch unsere Möglichkeiten eingeschränkt sind, um uns in der konkreten Begegnung als betende Gemeinschaft zu erfahren, so stärke in uns die Gewissheit, dass wir im Gebet durch Dich miteinander verbunden sind.

In diesem Jahr werden uns Verzichte auferlegt, die wir uns nicht freiwillig vorgenommen haben und die unsere Lebensgewohnheiten schmerzlich unterbrechen.
Gott, unser Herr, wir bitten Dich: Gib, dass Du uns die Gnade schenkst, unseren Glauben zu vertiefen und unser christliches Zeugnis zu erneuern, indem wir die Widrigkeiten und Herausforderungen, die uns begegnen, annehmen und uns mit allen Menschen verstehen als Kinder unseres gemeinsamen Vaters im Himmel. Sei gepriesen in Ewigkeit. Amen.

Ein Vater unser und ein Gegrüßet seist du, Maria kann sich anschließen.

Gebet von Bischof Dr. Stephan Ackermann Bistum Trier

 

 

Herr, Du Gott des Lebens,

betroffen von der Corona-Epidemie kommen wir zu Dir.

Wir beten für alle, deren Alltag jetzt massiv belastet ist

und bitten um Heilung für alle Erkrankten.

Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.

Tröste jene, die jetzt trauern, weil sie Tote zu beklagen haben.

 

Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie,

und allen Pflegenden Kraft in ihrer extremen Belastung.

Gib den politisch Verantwortlichen Klarheit für richtige Entscheidungen.

Dankbar beten wir für alle, die mit ihren vielfältigen Diensten

die Versorgung und Sicherheit unseres Landes aufrechterhalten.

 

Wir beten für alle, die in Panik sind oder von Angst überwältigt werden.

Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden erleiden oder befürchten.

Besonders denken wir an Personen und Orte, die unter Quarantäne stehen,

und an alle, die sich einsam fühlen und niemanden an ihrer Seite haben.

Heiliger Geist tröste die alten und pflegebedürftigen Menschen,

berühre sie mit Deiner Sanftheit und gib ihnen die Gewissheit,

dass wir trotz allem miteinander verbunden sind.

 

Von ganzem Herzen bitten wir, dass die medizinischen Einrichtungen

auch weiterhin den übermäßigen Anforderungen entsprechen können.

Wir beten, dass die Zahl der Infizierten und Erkrankten abnimmt

und hoffen auf eine baldige Rückkehr zur vertrauten Normalität.

Sehnsuchtsvoll bitten wir um eine weltweite Eindämmung der Krankheit.

 

Guter Gott, mache uns dankbar für jeden Tag, den wir gesund verbringen.

Lass uns nie vergessen, dass unser Leben ein zerbrechliches Geschenk ist.

Wir sind sterbliche Wesen und müssen unsere Grenzen akzeptieren.

Du allein bist ewig, Ursprung und Ziel von allem – immer liebend.

Gemeinsam und im Vertrauen auf Deine Hilfe werden wir die Krise bestehen.

Jesus, Du Herr und Bruder aller Menschen,

Deine Gegenwart vertreibt jede Furcht, sie schenkt Zuversicht

und macht uns offen füreinander – aufmerksam und achtsam.

Dein Herz ist gütig und demütig, eine erfrischende Quelle des Friedens.

Jesus, wir vertrauen auf Dich!

Heilige Maria, Mutter unseres Herrn, und alle heiligen Frauen und Männer,

Nothelfer und Schutzpatrone unseres Landes, bittet für uns!

Amen.

(Dieses Gebet hat mehrere Stationen hinter sich. Johannes Hartl vom Gebetshaus Augsburg hat ein Gebet veröffentlicht, das von Bischof Hermann Glettler, Innsbruck, erweitert wurde)

 

(Bild : Felix Maniggatter / Pfarrbriefservice)

 

 

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